In der Praxis prüft der Reiki-Therapeut beim liegenden Patienten zunächst durch Auflegen der Hände, wo Störungen im Energiefluss zu spüren sind. Er berührt einem bestimmten Ritual folgend Stirn, Kopf, Hals, Brustkorb, Unterbauch, Schultern, Hüfte und Rücken. Je nach „Diagnose“ werden weitere Körperteile berührt oder auch ohne direkten Kontakt „erspürt“: bei Heuschnupfen zum Beispiel der Hinterkopf, bei Schwerhörigkeit die Ohren. Manchmal werden auch heilende Edelsteine auf den Körper des Patienten gelegt.
Der Behandler als Kanal für die Energie
Mithilfe des Handauflegens überträgt der Therapeut die universelle Lebensenergie auf den Patienten, damit sie in ihm ihre heilende Kraft entfalten kann. Es ist nicht so, dass dem Behandelnden dadurch Energie entzogen wird, vielmehr wirkt er wie ein Kanal, der die Energie durch Stoff, Metall oder Gips hindurch in den Körper des Patienten leitet. Wie von alleine soll sie dort zu jener Stelle fließen, an der sie gebraucht wird. Sie soll die Selbstheilungskräfte des Patienten stärken, damit dieser seine Krankheit schneller überwinden kann.
Eine Reiki-Sitzung kann zwischen einer halben und eineinhalb Stunden dauern. Zur wirkungsvollen Behandlung wird meist eine ganze Reihe von Sitzungen empfohlen. Häufige Anwendungsgebiete sind Stress oder Schmerzen sowie die Unterstützung schulmedizinischer Behandlungen. Reiki-Anbieter sind zum Beispiel Heilpraktiker, einige Psychotherapeuten und auch Laien, die eine entsprechende Ausbildung genossen haben.
Ob die Methode tatsächlich wirkt, ist umstritten. Weil ihr Nutzen nicht ausreichend wissenschaftlich belegt ist, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten dafür in der Regel nicht.
| Autor(en): | Susanne Polig (gd-Redaktion) |
Quelle(n): "Die andere Medizin – Alternative Heilmethoden für Sie bewertet", Hrsg: Stiftung Warentest 2006
Ein Beitrag vom 22.09.2009
Stichwörter: Reiki, Handauflegen, Energiefluss, Energiestrom, Selbstheilungskräfte, Edelsteine, japanische Heilmethoden,
Wer das Sexualhormon Testosteron einnimmt, stärkt damit seine Muskeln – ältere Männer belasten allerdings auch Herz und Kreislauf. Das teilt die Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) mit.
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